Ticket-Lexikon Alan Krueger, US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler („Rockonomics“) an der Princeton-University, prägte den Ausdruck „Bowie Theory“, bezugnehmend auf einem Zitat von David Bowie, der sich 2002 zur Zukunft der Musikindustrie geäußert hat:

„Music itself is going to become like running water or electricity.
You’d better be prepared for doing a lot of touring, because that’s really the only unique situation that’s going to be left.”

Die “Bowie-Theorie” besagt vereinfacht, dass Musiker seit einigen Jahren den Großteil ihres Einkommens nicht mehr über CD- und Plattenverkäufe verdienen, sondern über die Eintrittspreise zu Live-Konzerten.

Während Ende der 90er Jahre das Internet und Breitbandanschlüsse zunehmend populär wurden, stieg auch die Anzahl der (größtenteils illegalen) Downloads von Alben und MP3s über Tauschbörsen wie „Napster“ und dessen Nachfolger.

Viel Künstler und deren Management haben diesen Trend während der Jahrtausendwende nicht früh genug erkannt, und konnten lange Zeit nur zusehen, wie ihre Musik immer populärer wurde, ihre Einnahmen aus Plattenverkäufen jedoch stark rückläufig waren.

Parallel zum Downloadtrend sind die Preise für Konzertkarten von 1996 bis 2003 in den USA durchschnittlich um 82% gestiegen.

Quellen: BBC, Chicago Journals

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